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Portfolio – Biodiversität umfassend fördern
Die Biodiversia GmbH engagiert sich seit ihrer Gründung 2006 umfassend für die Biodiversität. Seither sucht sie nach Möglichkeiten wie sich die Biodiversität im Schweizer Mittelland und am Schnittpunkt verschiedener Kantone (BE, LU, AG, SO) handfest fördern lässt und wie vorhandene Bestrebungen nachhaltig unterstützt werden können. Entstanden ist ein beachtliches Portfolio erfolgsversprechender Methoden und Vorgehensweisen, wie die Biodiversität im Schweizer Mittelland auf lokaler und regionaler Ebene in Zusammenarbeit mit verschiedenster Partner praktisch gefördert werden kann:
- Engagement für traditionelle und nachhaltige Nutzungssysteme
- Absatzförderung für Produkte aus nachhaltigen Nutzungssystemen
- Begünstigung der ökologischen Vernetzung
- Einsatz für gefährdete Arten
- Koppelung der Biodiversitätsförderung mit sozialen Aspekten
- Biodiversität vor negativen Einflüssen bewahren
- Förderung der Zusammenarbeit landschaftsrelevanter Akteure
- Öffentlichkeitsarbeit für die Biodiversität
- Integration der Biodiversität in Tourismus und Regionenmarketing
- Einbezug der Biodiversität in die Bildung für nachhaltige Entwicklung
Engagement für traditionelle und nachhaltige Nutzungssysteme
Im Rahmen des Projekts Karpfen pur Natur wurde durch die Biodiversia unter anderem ein Konzept zur Nutzung von neu erstellten Karpfenteichen in Naherholung, Tourismus und Bildung entwickelt und vor Ort handfeste Erfahrungen gesammelt. Daraus entstehen nun neben einem entsprechenden touristischen Angebot vor allem auch regionale Spezialitäten, welche die Nutzung, Pflege oder gar Neuanlage dieses äusserst artenreichen Ökosystems unterstützen. Projekt Karpfen pur Natur ![]()
Absatzförderung für Produkte aus nachhaltigen Nutzungssystemen
Plattform für die Absatzförderung der Produkte und Dienstleistungen im Zusammenhang mit den traditionellen und nachhaltigen Nutzungssystemen bietet das gemeinsam mit Partnern aus dem «Rottal der drei Kantone» initiierte Rottaler Erntefest, welches jährlich stattfindet. Die eingeleitete Dynamik könnte durchaus dazu führen, dass sich in der Region neue Nutzungssysteme herausbilden, welche die natürlichen Ressourcen nachhaltig fördern. Weitere Informationen...
Begünstigung der ökologischen Vernetzung
Mit Projekten zur ökologischen Vernetzung von wertvollen Lebensräumen wird dem Rückgang diverser, auch lokal oder regional gefährdete Arten entgegengewirkt (Gen-Austausch). Die Biodiversia unterstützte die ökologische Vernetzung in verschiedener Hinsicht: Im Rahmen des Projekts Karpfen pur Natur gestaltete die Biodiversia ein Projekt mit, das konkret zur grossräumigen Vernetzung aquatischer Lebensräume beiträgt und damit die Biodiversität grossräumig fördert.
Link: Karpfen pur Natur, überregionale Vernetzung
.
Auf kommunaler Stufe konnte ein Vernetzungsprojekt gemäss Öko-Qualitätsverordnung über drei Gemeinden mitinitiiert werden. Zudem erfahren diverse weitere Vernetzungsprojekte in der Region Oberaargau punktuelle Unterstützung durch die Biodiversia, zum Beispiel in dem der Nutzens für die breite Öffentlichkeit kommunikativ herausgearbeitet wird.
Einsatz für gefährdete Arten
Gewisse Tier- und Pflanzenarten, welche in der Schweiz noch in relativ grossen Beständen vorkommen, sind europaweit oder gar weltweit vom Aussterben bedroht. Beispielsweise hat die Region Oberaargau eine besondere Verantwortung für die Libellenart Helm-Azurjungfer. Seit 2008 engagiert sich die Biodiversia gemeinsam mit anderen Akteuren aus der Region für das SMARAGD-Gebiet Oberaargau
, welches vom WWF Bern initiiert wurde und spezielle Lebensräume in der Oberaargauer Kulturlandschaft ökologisch aufwerten will. Sie führt mehrere Mandate aus und springt bei Bedarf manchmal auch in die Lücke, zum Beispiel im Bereich Organisationsentwicklung oder Kommunikation.
Koppelung der Biodiversitätsförderung mit sozialen Aspekten
Neben einem umfassenden Ansatz zur Pflege von Lebensräumen mit Freiwilligen, der die Biodiversia im Rahmen des Vereins Lebendiges Rottal entwickelte, kombiniert sie auch Einsätze in Natur und Landschaft ausserhalb des Rottals mit sozialen Aspekten. Gruppen von Stellensuchenden, Asylbewerbern, Schülern und aus der Wirtschaft werden möglichst gute Voraussetzungen für ein positives Gemeinschaftserlebnis während einem sinnvollen Einsatz geboten.
Biodiversität vor negativen Einflüssen bewahren
Einer der Hauptgründe für den Verlust der Biodiversität sind unter anderem die invasiven Neophyten wie das Drüsige Springkraut aus dem Himalaja. Mit der Koordination durch die Biodiversia und in Zusammenarbeit mit diversen Gemeinden, Vereinen, Freiwilligen und sozialen Institutionen werden im Oberaargau und Rottal seit 2007 die invasiven Neophyten konsequent zurück gedrängt. Weitere Informationen...
Förderung der Zusammenarbeit landschaftsrelevanter Akteure
Mit der Landschaft, den Lebensräumen und den Lebewesen befasst sich eine Vielzahl von Gruppierungen, oftmals isoliert voneinander. Damit sich Nutzer und Schützer sowie die einzelnen Akteure oder Organisationen einander näher kommen und sich Synergien entwickeln können, wurde nach dem Rottaler Erntefest auch der Biodiversitätstag Oberaargau als Kommunikations- und Begegnungsplattform lanciert. Das Erntefest findet seit 2005 je einmal im Herbst und der Biodiversitätstag seit 2008 je einmal im Frühling statt.
Öffentlichkeitsarbeit für die Biodiversität
Landschaft und Biodiversität betreffen breite Bevölkerungskreise. Beispielsweise im Zusammenhang mit dem Biodiversitätstag Oberaargau trug die Biodiversia massgeblich bei, dass über die letzten Jahren in den ungefähr zehn Lokal- und Regionalzeitungen über 300 Pressetexte publiziert wurden. Seit 2010 wird für das Smaragd-Projekt Oberaargau ein Newsletter konzipiert, redigiert und herausgegeben, welcher beispielsweise in einfacher Sprache über das Forschungsprojekt ENHANCE
informiert.
Integration der Biodiversität in Tourismus und Regionenmarketing
Die Tourismuswebsite der Region Oberaargau
ist ein wichtiger Bestandteil des Oberaargauer Regionenmarketings. Biodiversia hat in Zusammenarbeit mit den Vereinen SMARAGD-Gebiet Oberaargau, Karpfen pur Natur, Lebendiges Rottal, IG Grenzpfad Napfbergland usw. die Biodiversität in verschiedene Angebote integriert und diese publiziert. Durch die Verknüpfung von Biodiversität mit Tourismus bzw. Regionenmarketing erhält das Thema den gebührenden Stellenwert, auch über die Regionsgrenze hinaus.
Einbezug der Biodiversität in die Bildung für nachhaltige Entwicklung
Biodiversität ist in unseren Breiten meistens eng mit menschlicher Nutzung verknüpft. Die Biodiversia hat in den letzten Jahren intensiv damit experimentiert, wie die Biodiversität der Kulturlandschaften als Bestandteil von attraktiven Bildungsangeboten beigezogen werden kann. Bestrebungen Richtung Standardisierung und Verfügbarkeit von Bildungsangeboten laufen. Das bereits abgeschlossene Angebot von Hallo Biber!
wurde mit Rat und Tat unterstützt.
Biodiversia GmbH, Jurastrasse 41, 4901 Langenthal, Tel. 062 923 50 83
, www.biodiversia.ch
